• 08-NOV-2012

Ergebnisse der ersten neun Monate 2012

Konzernumsatz wächst währungsbereinigt um 8%Auf Anteilseigner entfallender Gewinn steigt um 22% auf 798 Mio. €adidas Konzern erwartet Rekordumsatz und -gewinn für 2012 und 2013

  • Währungsbereinigter Umsatz von adidas und TaylorMade-adidas Golf erhöht sich in den ersten neun Monaten um 12% bzw. 21%
  • Operative Marge verbessert sich in den ersten neun Monaten um 0,4 Prozentpunkte
  • Bruttomarge steigt trotz höherer Beschaffungskosten um 0,3 Prozentpunkte im dritten Quartal
  • Vorräte gehen währungsbereinigt um 1% zurück
  • Nettofinanzverbindlichkeiten sinken zum Quartalsende um 55% auf 337 Mio. €


Währungsbereinigter Konzernumsatz steigt im dritten Quartal 2012 um 4%

Im dritten Quartal 2012 nahm der Konzernumsatz, vor allem aufgrund zweistelliger Zuwächse im Einzelhandelssegment, währungsbereinigt um 4% zu. In Westeuropa erhöhte sich der währungsbereinigte Umsatz, gestützt durch die anhaltende Dynamik bei adidas, um 1%. In den Europäischen Schwellenländern legte der Umsatz aufgrund von deutlichen Zuwächsen sowohl bei adidas als auch bei Reebok währungsbereinigt um 19% zu. In Nordamerika ging der währungsbereinigte Umsatz um 5% zurück; zweistellige Zuwächse bei adidas und TaylorMade-adidas Golf wurden dort durch einen deutlichen Umsatzrückgang bei Reebok mehr als aufgehoben. In China stieg der Konzernumsatz infolge zweistelliger Umsatzsteigerungen bei adidas sowie aufgrund von Wachstum bei Reebok auf währungsbereinigter Basis um 11%. In den Anderen Asiatischen Märkten erhöhte sich der währungsbereinigte Umsatz um 1%; das Umsatzplus bei adidas wurde durch einen deutlichen Umsatzrückgang bei Reebok zum Teil aufgehoben. Lateinamerika verzeichnete vor allem aufgrund von zweistelligem Umsatzwachstum bei adidas, TaylorMade-adidas Golf und Rockport einen währungsbereinigten Umsatzanstieg in Höhe von 16%. Nach Marken betrachtet stieg der währungsbereinigte Umsatz von adidas im dritten Quartal 2012 um 10%. Die Umsatzerlöse im Segment TaylorMade-adidas Golf stiegen währungsbereinigt um 4%. Bei Reebok verringerte sich der währungsbereinigte Umsatz um 25%; dies war vor allem dem Wegfall von Lizenzumsatzerlösen aus dem Vorjahr sowie den negativen Effekten im Zusammenhang mit Reebok India Company zuzuschreiben. Währungseffekte wirkten sich positiv auf die Umsatzerlöse in Euro aus. Der Konzernumsatz lag im dritten Quartal 2012 mit 4,173 Mrd. € um 11% über dem Vorjahresniveau (2011: 3,744 Mrd. €).

Bruttomarge verbessert sich im dritten Quartal um 0,3 Prozentpunkte
Die Bruttomarge des Konzerns stieg im dritten Quartal 2012 um 0,3 Prozentpunkte auf 47,4% (2011: 47,1%). Höhere Produktpreise, ein besserer Produktmix und eine günstigere regionale Umsatzverteilung sowie ein größerer Anteil von Einzelhandelsumsätzen, die höhere Margen erzielen, glichen höhere Beschaffungskosten mehr als aus. Das Bruttoergebnis des Konzerns stieg um 12% auf 1,978 Mrd. € (2011: 1,762 Mrd. €). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz erhöhten sich, vor allem infolge höherer Marketingaufwendungen zur Unterstützung der sportlichen Großereignisse in diesem Jahr, um 0,7 Prozentpunkte auf 37,0% (2011: 36,3%). Aufgrund der verbesserten Bruttomarge und der höheren sonstigen betrieblichen Erträge, die höhere sonstige betriebliche Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz mehr als ausglichen, erhöhte sich die operative Marge des Konzerns um 0,1 Prozentpunkte auf 11,8%. Das Betriebsergebnis stieg um 12% auf 494 Mio. € (2011: 441 Mio. €). Der auf Anteilseigner entfallende Konzerngewinn nahm um 14% auf 344 Mio. € zu (2011: 303 Mio. €). Das verwässerte Ergebnis je Aktie stieg im dritten Quartal um 14% auf 1,64 € (2011: 1,45 €).

„Diese beeindruckenden Geschäftsergebnisse reflektieren unser unermüdliches Streben, die begehrtesten Marken in unserer Branche anzubieten. Wir erreichen dies, indem wir kontinuierlich neue Produktinnovationen vorstellen, unsere Markenwerte leben und Investitionen tätigen", sagte Herbert Hainer, Vorstandsvorsitzender des adidas Konzerns. „Wir haben in den letzten sieben Quartalen den Gewinn schneller gesteigert als den Umsatz. Somit können wir sicher sein, für das Gesamtjahr 2012 erneut Rekordergebnisse zu erzielen."

Währungsbereinigter Konzernumsatz steigt in den ersten neun Monaten 2012 um 8%
In den ersten neun Monaten 2012 wuchs der Konzernumsatz währungsbereinigt um 8%. Währungseffekte wirkten sich positiv auf die Umsatzerlöse in Euro aus. Der Konzernumsatz lag in den ersten neun Monaten 2012 mit 11,514 Mrd. € um 14% über dem Vorjahresniveau (2011: 10,081 Mrd. €).

Konzernumsatz wächst in den ersten neun Monaten hauptsächlich aufgrund zweistelliger Zuwächse im Einzelhandelssegment und in den Anderen Geschäftssegmenten
Das Umsatzwachstum des Konzerns in den ersten neun Monaten 2012 war primär auf zweistellige Steigerungen im Einzelhandelssegment und in den Anderen Geschäftssegmenten zurückzuführen. Im Großhandelssegment stieg der währungsbereinigte Umsatz in diesem Zeitraum vor allem aufgrund zweistelliger Zuwächse bei adidas um 4%. Der währungsbereinigte Umsatz im Einzelhandelssegment nahm in Folge zweistelliger Zuwächse bei adidas und Reebok um 16% zu. Auf vergleichbarer Basis erhöhte sich der Umsatz währungsbereinigt um 9%. Die Anderen Geschäftssegmente verzeichneten auf währungsbereinigter Basis, vor allem aufgrund deutlich zweistelliger Wachstumsraten bei TaylorMade-adidas Golf und bei Reebok-CCM Hockey, ein Umsatzplus in Höhe von 20%. Währungseffekte wirkten sich positiv auf die Segmentumsatzerlöse in Euro aus.

Währungsbereinigter Konzernumsatz nimmt in allen Regionen zu
Der währungsbereinigte Konzernumsatz lag in den ersten neun Monaten 2012 in allen Regionen über dem Vorjahresniveau. Die Umsätze in Westeuropa stiegen währungsbereinigt um 4%, primär aufgrund zweistelliger Zuwächse in Großbritannien und Polen. In den Europäischen Schwellenländern nahm der Umsatz infolge zweistelliger Steigerungen in den meisten Ländern der Region währungsbereinigt um 17% zu. In Nordamerika stieg der Konzernumsatz aufgrund von Wachstum sowohl in den USA als auch in Kanada währungsbereinigt um 5%. Die Umsatzerlöse in China erhöhten sich währungsbereinigt um 16%. Die <B>Anderen Asiatischen Märkte verzeichneten auf währungsbereinigter Basis einen Umsatzanstieg in Höhe von 9%; dies war in erster Linie auf zweistellige Steigerungen in Japan und Südkorea zurückzuführen. In Lateinamerika stieg der währungsbereinigte Umsatz mit deutlich zweistelligem Wachstum in Argentinien und Kolumbien um 10%. Währungseffekte wirkten sich positiv auf die Umsatzerlöse in Euro aus.

Bruttomarge des Konzerns geht um 0,4 Prozentpunkte zurück
Die Bruttomarge des Konzerns lag in den ersten neun Monaten 2012 mit 47,8% um 0,4 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert (2011: 48,2%). Höhere Beschaffungskosten hoben die positiven Effekte resultierend aus Preissteigerungen, einem besseren Produktmix und einer günstigeren regionalen Umsatzverteilung sowie einem größeren Anteil von Einzelhandelsumsätzen, die höhere Margen erzielen, mehr als auf. Das Bruttoergebnis des Konzerns verbesserte sich in den ersten neun Monaten 2012 um 13% auf 5,500 Mrd. € (2011: 4,855 Mrd. €).

Operative Marge 0,4 Prozentpunkte über dem Vorjahr
Das Betriebsergebnis des Konzerns verbesserte sich in den ersten neun Monaten 2012 um 19% auf 1,159 Mrd. € (2011: 973 Mio. €). Die operative Marge des Konzerns stieg um 0,4 Prozentpunkte auf 10,1% (2011: 9,7%). Dies resultierte in erster Linie aus dem positiven Effekt niedrigerer sonstiger betrieblicher Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz, der einen Rückgang der Bruttomarge mehr als ausglich. Höhere Lizenz- und Provisionserträge sowie höhere sonstige betriebliche Erträge trugen ebenfalls zu dieser Entwicklung bei. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz gingen in den ersten neun Monaten um 0,5 Prozentpunkte auf 39,1% zurück (2011: 39,6%). In Euro stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 13% auf 4,500 Mrd. € (2011: 3,996 Mrd. €). Verantwortlich hierfür waren der Ausbau der eigenen Einzelhandelsaktivitäten des Konzerns sowie höhere Marketingaufwendungen. Die Aufwendungen des Sales- und Marketing-Working-Budgets beliefen sich auf 1,346 Mrd. €. Dies entspricht einem Anstieg in Höhe von 8% gegenüber dem Vorjahreswert (2011: 1,245 Mrd. €).

Finanzerträge steigen um 25%
Die Finanzerträge nahmen in den ersten neun Monaten 2012 um 25% auf 29 Mio. € zu (2011: 24 Mio. €). Verantwortlich hierfür waren in erster Linie höhere Zinserträge.

Finanzaufwendungen gehen um 13% zurück
Die Finanzaufwendungen sanken in den ersten neun Monaten 2012 um 13% auf 84 Mio. € (2011: 97 Mio. €). Zu diesem Rückgang trugen hauptsächlich geringere negative Währungseffekte bei.Gewinn vor Steuern im Verhältnis zum Umsatz verbessert sich um 0,7 Prozentpunkte
Der Konzerngewinn vor Steuern erhöhte sich in den ersten neun Monaten 2012 um 23% auf 1,104 Mrd. € (2011: 900 Mio. €). Der Gewinn vor Steuern im Verhältnis zum Umsatz verbesserte sich um 0,7 Prozentpunkte auf 9,6% (2011: 8,9%). Diese Entwicklung war auf die Verbesserung der operativen Marge sowie auf den Rückgang der Nettofinanzaufwendungen zurückzuführen.

Steigerung des auf Anteilseigner entfallenden Konzerngewinns um 22%
Der auf Anteilseigner entfallende Konzerngewinn erhöhte sich in den ersten neun Monaten 2012 auf 798 Mio. € (2011: 652 Mio. €). Dies bedeutet einen Anstieg in Höhe von 22% gegenüber dem Vorjahreswert. Hauptgrund für diese Entwicklung war der höhere Gewinn vor Steuern. Die Steuerquote des Konzerns stieg vor allem infolge einer weniger günstigen Gewinnverteilung um 0,4 Prozentpunkte auf 27,8% (2011: 27,4%).

Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie erreicht 3,82 €
In den ersten neun Monaten 2012 betrug das unverwässerte und verwässerte Ergebnis je Aktie 3,82 € (2011: 3,12 €). Dies entspricht einem Anstieg um 22%. Die gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien für die Berechnung des unverwässerten und verwässerten Ergebnisses je Aktie belief sich auf 209.216.186 (Durchschnitt im Jahr 2011: 209.216.186), da in den ersten neun Monaten keine potenziellen verwässernden Aktien existierten.

Vorräte des Konzerns nehmen um 2% zu
Die Vorräte des Konzerns lagen zum Ende der ersten neun Monate 2012 mit 2,347 Mrd. € um 2% über dem Vorjahresniveau (2011: 2,302 Mrd. €). Auf währungsbereinigter Basis verringerten sich die Vorräte um 1%; dies spiegelt den starken Fokus des Konzerns hinsichtlich des Lagerbestandsmanagements wider.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6% über dem Vorjahr
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des Konzerns erhöhten sich zum Ende der ersten neun Monate 2012 um 6% auf 2,387 Mrd. € (2011: 2,251 Mrd. €). Währungsbereinigt stiegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 3%. Diese Entwicklung liegt geringfügig über dem währungsbereinigten Umsatzwachstum aus der Großhandelstätigkeit in Höhe von 1% im dritten Quartal 2012.

Nettofinanzverbindlichkeiten sinken um 414 Mio. €
Zum 30. September 2012 beliefen sich die Nettofinanzverbindlichkeiten auf 337 Mio. € (2011: 750 Mio. €). Das entspricht einem Rückgang in Höhe von 414 Mio. € bzw. 55%. Hauptgrund für diese Reduzierung war die starke Cashflowgenerierung aus der betrieblichen Tätigkeit in den letzten zwölf Monaten. Währungseffekte in Höhe von 37 Mio. € wirkten sich hier ebenfalls positiv aus. Das Verhältnis von Nettofinanzverbindlichkeiten zum rollierenden Zwölfmonats-EBITDA verringerte sich zum Ende der ersten neun Monate 2012 auf 0,2 (2011: 0,6).

adidas Konzern bestätigt Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2012
Die gute Performance des adidas Konzerns in den ersten neun Monaten 2012 ist eine solide Grundlage für ein weiteres Jahr mit Rekord-Geschäftsergebnissen. Das Management hat beschlossen, die bisherige Umsatzprognose für den adidas Konzern für das Gesamtjahr 2012 anzupassen. Es wird erwartet, dass der Umsatz des adidas Konzerns im Jahr 2012 währungsbereinigt im hohen einstelligen Bereich steigen wird (bisherige Prognose: Anstieg um annähernd 10%). Die geringfügige Anpassung steht im Zusammenhang mit der Erwartung niedrigerer Umsatzerlöse bei Reebok und Rockport als ursprünglich prognostiziert sowie mit negativen Auswirkungen aufgrund des Lockout in der NHL.

Die Bruttomarge des adidas Konzerns wird im Jahr 2012 voraussichtlich bei etwa 47,5% liegen (2011: 47,5%). Wie auch im Vorjahr werden steigende Beschaffungs- und Lohnkosten die Entwicklung der Bruttomarge negativ beeinflussen. Diese negativen Effekte werden jedoch weitestgehend durch positive Effekte aus der regionalen Umsatzverteilung kompensiert werden, da die Wachstumsraten in den Schwellenländern, in denen hohe Margen erzielt werden, über den Wachstumsraten in den reiferen Märkten liegen dürften. Darüber hinaus werden ein höherer Anteil von Einzelhandelsumsätzen, die höhere Margen erzielen, sowie Preissteigerungen die Entwicklung der Bruttomarge positiv beeinflussen.

Auf dem adidas Group Blog ist ein Video Interview mit verfügbar.

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